Amberger Zeitung 24.12.2011

Großer Auflauf in kleinen Orten

28. Landkreislauf am 12. Mai 2012 führt durch Burgstall, Sitzambuch, Oberreinbach und Röckenricht

Amberg-Sulzbach. (frü) Von Auerbach im Norden bis Schmidmühlen im Süden, von Schnaittenbach im Osten bis Hirschbach im Westen. Die Strecke des Landkreislaufes führte in den vergangenen 27 Jahren an fast alle Ecken und Enden des Landkreises. In Burgstall war er noch nicht. Der kleine Ort bei Hirschau hat am 12. Mai 2012 seinen großen Tag. Er ist einer der Wechselorte des 28. Landkreislaufes.

Auf dem Weg von Holzhammer, wo erstmals gestartet wird, nach Edelsfeld, wo zum ersten Mal das Ziel ist, geht es durch überdurchschnittlich viele kleinere Orte: Burgstall mit gerade einmal 50 Einwohnern, Sitzambuch (68/Stadt Schnaittenbach), Oberreinbach (72), Röckenricht (74/beide Gemeinde Neukirchen), Mimbach (220/Gemeinde Gebenbach) und Iber (260/Markt Hahnbach). "Ganz bewusst", so Organisator Günter Simmerl, habe er die Strecke so gelegt, "um diese kleinen Orte in den Fokus zu bringen."

Die Startetappe von Holzhammer (315 Einwohner) nach Kemnath wird mit etwas über sieben Kilometern eine der längsten Streckenabschnitte des 28. Landkreislaufes sein. Etappe Nummer zwei nach Sitzambuch mit unter zwei Kilometern wohl die kürzeste. Grundsätzlich, so Simmerl, versuche er, zwei, drei kürzere Abschnitte für weniger Geübte oder Ersatzläufer einzubauen, dazu einige längere mit maximal zehn Kilometern für die starken Läufer.

Insgesamt werden die Staffeln auf ihrem Weg von Holzhammer nach Edelsfeld um die 60 Kilometer zurücklegen. Im Detail festgelegt wird die Strecke in einer Besprechung mit den beteiligten Vereinen und Feuerwehren Anfang Februar. Der FC Edelsfeld hatte sich 2002 für die Zielausrichtung beworben - und bekam den Zuschlag für 2012. Mittlerweile beträgt die Wartezeit rund 15 Jahre. Der ASV Schwend sicherte sich kürzlich das Jahr 2025, die Freiwillige Feuerwehr Holnstein-Mittelreinbach zur 150-Jahr-Feier die Organisation des Ziels 2026. Davor sind nur noch zwei Jahre nicht vergeben: 2023 und 2024.

Mit 3000 bis 3500 Teilnehmern rechnet Simmerl auch bei der 28. Auflage. "Der Landkreislauf ist zu einer Kultveranstaltung geworden, bei der man dabei sein will." Ein Erfolgsrezept sieht der ehrenamtliche Organisator "im Gemeinschaftserlebnis. Bei uns zählt nicht ausschließlich der Leistungsgedanke."

Ein weiterer wichtiger Punkt: "Die Struktur ist von Beginn an die gleiche geblieben. Wir sind nicht irgendeinem Zeitgeist oder gar der Kommerzialisierung hinterhergelaufen. Im Mittelpunkt stehen die Teilnehmer." Der Startschuss für die Anmeldung fällt im März.