AMBERG

Amberg

 

Amberg (ca. 43000 Einwohner) liegt in Nordbayern, genauer in der Oberpfalz, am Schnittpunkt der A6 und der B 85, etwa 60 km östlich von Nürnberg. Viele betrachten es als die heimliche Hauptstadt der Oberpfalz.

"München ist die schönst', Leipzig die reichst' und Amberg die festeste Fürstenstadt", hieß es im Mittelalter. Das ist noch heute zu sehen:
Eine nahezu intakte mittelalterliche Wehranlage mit Türmen, Toren und festen Mauern, bedeutenden Kirchen und Profanbauten. Eine vorbildlich sanierte Altstadt, ein wunderschönes Theater mit einem ausgezeichneten Spielplan, gemütliche Kneipen, Wirtshäuser und Restaurants, Freibad und Spaßbad, jede Menge Sportanlagen und eine erlebnisreiche Naherholung direkt vor den alten Mauern im Bereich des Kultur- und Kongreßzentrums und dem Maria-Hilf-Berg mit seiner berühmten Wallfahrtskirche.

 

Amberger Bilderbogen:

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Aus der Geschichte Ambergs

Amberg geht vermutlich auf einen Herrenhof der karolingischen Zeit Bayerns (9. Jhdt.) zurück. Ersternennung 1034: VILLA AMMENBERG.
Aufstieg zur Stadt bis 1242. Der Eisenerzbergbau und die Roheisengewinnung in der Oberpfalz brachten Amberg schon im 14. Jhdt. hohen Nutzen als "Zentrum des süddeutschen Eisenhandels".
Fürstengunst und Bürgerreichtum prägten eine spätmittelalterliche Kunstblüte in Amberg (Musik der Renaissance).
Entscheidend aber war der Wille der Kurfürsten und Pfalzgrafen bei Rhein, ihre "Oberen Lande zu Baiern = Obere Pfalz"durch ein zur Statthalterei und "Regierung" ausgebautes Viztum-Amt Amberg zu verwalten. Vor dem glanzvollen Hintergrund fürstlicher Hofhaltung oder adeligen Statthaltertums blieb Amberg die "Hauptstadt der Oberpfalz" auch noch in der kurbayerischen Zeit ab 1629.

Nach dem 30jährigen Krieg, dem Erlöschen der Eisenproduktion (für 200 Jahre) und der Verarmung der Oberpfalz waren es vor allem kurfürstlicher Dienstadel und die nach der Rekatholisierung einziehenden Orden (Jesuiten, Franziskaner, Salesianerinnen, Paulaner), die mit barockem Bau-Impuls Ambergs Gesicht prägten.
Das größte Bauwerk ist jedoch die im 14. Jhdt. begonnene und sich heute in der Manier des späten 16. Jhdt. zeigende Stadtbefestigung, die "Stadtmauer".
Kunsthistorische Sehenswürdigkeiten Ambergs sind jedoch nicht nur seine erstaunlichen Kirchen, sein Rathaus, es ist das "Altstadt-Ensemble" an sich, wie es nur in wenigen Städten noch in so großer Ausdehnung erhalten ist.

Die Schulstadt Amberg führt ihren Ruf auf das (calvinistische) kurfürstliche "Pädagogium" des 16. Jhdt. zurück. Garnisionsstadt ist Amberg seit den Zeiten Max II. Emanuels, der ein stehendes bayerisches Heer schuf (Ende 17. Jhdt.).

Schlüssel für den Wiederaufstieg im 19.Jhdt. waren neu belebte oder neu gegründete industrielle Anlagen (Luitpoldhütte mit Bergwerk, Kgl. Bayr. Gewehrfabrik, Emaillewerk Baumann etc.). Sie zogen die arbeitsuchende Landbevölkerung aus der ganzen Oberpfalz in die zentral gelegene Stadt.
Zusammen mit dieser "alten" Amberger Bürgerschaft formten die Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich das "Amberg der Gegenwart",das aber immer noch aus seiner Geschichte lebt.

aus einem Prospekt des Fremdenverkehrsamtes Amberg

Web-Seiten der Stadt Amberg


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Last Updated: 07-03-03